Narben Entfernen: Risiken und Komplikationen

Narben entfernen

Das Entfernen der Narben ist als chirurgischer Eingriff mit Risiken verbunden, auch wenn statt des Skalpells andere Methoden gewählt werden. Technisch betrachtet, werden bei der chirurgischen Narbenkorrektur störende Narben durch neu zu vernarbende frische Wunden mit sämtlichen Risiken in Form von Wundheilungsstörungen und Infektionsrisiken ersetzt. Alle operativen Maßnahmen zur Narbenentfernung verändern die Struktur der Haut und die Wunden müssen sehr sorgfältig gepflegt werden, um den bestmöglichen Operationserfolg zu realisieren. Vor diesem Hintergrund sind die mit der Korrektur verbundenen Erwartungen ein potentielles Erfolgsrisiko. Nur wenn Ihnen bewusst ist, dass Sie altes durch neues Narbengewebe ersetzen, ist es wahrscheinlich, dass Sie den Operationserfolg realistisch einschätzen und sich vor enttäuschten Erwartungen schützen.

Ein weiteres Risiko besteht vor allem bei umfangreichen Eingriffen, die Sie mit zumindest einer leichten lokalen Anästhesie durchführen lassen. Klären Sie den behandelnden Arzt über bestehende Vorerkrankungen und besonders über alle bekannten Allergien auf. In manchen Fällen können allergische Reaktionen auf eingesetzte Anästhetika nicht nur den Operationserfolg gefährden, sondern zu ernsten Komplikationen während des Eingriffs führen.

Schmerzen und Schwellungen sind normale Reaktionen der Haut auf die entstehenden Reizungen. Besonders nach Laserbehandlungen beobachten Patienten häufig starke Rötungen, die mit Schwellungen einhergehen. Im Normalfall klingen solche Irritation von allein ab. Sollten die Narbenschmerzen längere Zeit erhalten bleiben, liegen wahrscheinlich Nervenverletzungen vor. Sind diese Schmerzen dauerhaft und nicht als Reaktion auf Hitze oder Anstrengung einzuordnen, müssen Sie sich mit Ihrem Chirurgen über eine effiziente Schmerztherapie unterhalten. Bei Pigmentstörungen, die etwas häufiger als Folge mechanischer Methoden entstehen, hilft Ihnen dagegen eher der Griff zur Kosmetik, um die neuen Narben zu entfernen.

Ein Risiko, das vor allem Keloide betrifft, ist das erneute Wuchern des Narbengewebes trotz sorgfältiger Pflege des Operationsgebietes. Sie müssen grundsätzlich bei Wuchernarben davon ausgehen, dass ihr Entstehen eine starke genetische Komponente besitzt. Das zusätzlich zur Abtragung des Gewebes erfolgende Einspritzen von Kortison kann das erneute Wuchern eindämmen.

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